Südwestmecklenburg - ein anerkannter Wirtschaftsstandort
· Lebensqualität und Arbeit – wie können Impulse für qualifizierte Arbeitsplätze und attraktive Löhne gesetzt werden?
Nur mit zukunftsfähigen Arbeitslätzen und attraktiven Löhnen kann der Landkreis Südwestmecklenburg sich mittel- und langfristig zu einer gefestigten Wachstumsregion entwickeln. Wachstum meine ich nicht nur quantitativ, sondern gerade auch qualitativ.
Natürlich muss ein Unternehmen vom Umsatz und Gewinn her in der Lage sein, anständige Löhne zu zahlen. Wenn wir aber unsere jungen Leute im Landkreis Ludwigslust halten wollen, müssen wir ihnen Einkommen und Zukunftsperspektive bieten, gleiches gilt, wenn wie qualifizierte Menschen in den Landkreis holen wollen. Als Niedriglohnregion hat unsere Region keine Zukunft. Es gab ja mal vor Jahren - auch gerade von der CDU - Bestrebungen, MV als Billiglohnland auszurufen. Das ist Gott sei Dank ad acta gelegt.
Diese Fragen müssen auch gerade mit der Wirtschaft diskutiert und auch öffentlich angesprochen werden.
Im Rahmen eines Vortrages habe ich Ausführungen zu dem Thema: "Wirtschafts- und Familienfreundlichkeit sind Trumpf" gemacht. Dies Aussagen lassen sich nahtlos auch auf unseren neuen Großkreis anwenden. Die Themen Wirtschaft und Arbeit sind von zentraler Bedeutung für die Leistungskraft und die Lebensqualität einer Region. Und die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt:
Die Standortfaktoren stimmen!
Südwestmecklenburg ist ein zukunftsfähiger Standort mit vielen innovativen und international renommierten Unternehmen. Als Wachstumsregion sind wir eine der ersten Adressen für die Ernährungsindustrie, Metallverarbeitung, Logistik und Handwerk sowie Handel und Dienstleistung.
Der enge Schulterschluss von Wirtschaft und Kommunen hat sich dabei als ein wesentlicher Erfolgsfaktor erwiesen.
Die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region ist in den letzten Jahren positiv verlaufen. Es hat eine ganz Reihe von Neuansiedlungen gegeben. Aber insbesondere durch die erfolgreiche Arbeit bestehender Unternehmen und die daraus resultierenden Erweiterungen sind neue Arbeitsplätze entstanden. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist in den letzten Jahren ständig gesunken. Es sind neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. Diese erfolgreiche Entwicklung gilt es fortzusetzen.
Nur mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen und attraktiven Löhnen hat unser neuer Landkreis die Chance, sich mittel‐ und langfristig zu einer gefestigten Wachstumsregion zu entwickeln. Das vordringliche Ziel der Menschen in der Region ist es, Arbeit zu haben, von der man seinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten kann und es sich damit auch lohnt, in der Region bleiben zu können oder neu in die Region zu kommen.
Die Grundgedanken der sozialen Marktwirtschaft und das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit bilden aus meiner Sicht die wesentliche Eckpunkte jeder Wirtschaftsförderung. Dort, wo durch Förderungen und Verbesserungen der Rahmenbedingungen und der Infrastruktur die Voraussetzungen für erfolgreiches Wirtschaften geschaffen wurden, müssen faire Arbeitsbedingungen eingefordert werden. Hierzu zählen nicht nur familienfreundliche Arbeitszeiten, sondern auch faire Löhne und Einkommen.
Für mich sind die klein‐ und mittelständischen Unternehmen, insbesondere solche des Handwerks, Handels und verarbeitenden Gewerbes für die Entwicklung unseres Landkreises als Wirtschaftsstandort genau so wichtig, wie die großen namhaften Betriebe.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten geht es darum, bereits bestehende Unternehmen mit ihren Arbeitsplätzen zu erhalten. Bei der Auftragsvergabe an heimische Unternehmen sowie einer gezielten Unterstützung der Vermarktung von regionalen Produkten und Dienstleistungen muss die bewährte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Verwaltung und Politik weiter ausgebaut werden.
Die Unternehmensdichte im Landkreis muss zur Schaffung weiterer wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze erhöht werden. Durch günstige Rahmenbedingungen müssen Existenzgründungen gefördert und seitens des Kreises unterstützt werden. Schwerpunkte der Neuansiedlungen und Neugründungen sollten verarbeitendes Gewerbe, Nahrungsgüterindustrie, Logistikunternehmen, Dienstleistungsunternehmen, Tourismus, Gesundheit und Betriebe der Kommunikations‐ und Informationsbranche sein.
Weitere wichtige Bausteine für die wirtschaftliche Entwicklung unseres neuen Kreises sind der Bau der A 14 und die Entwicklung des Flughafens Parchim einschließlich der dazugehörigen Gewerbeflächen.
Zur Wirtschaftsförderung muss der Landkreis auch weiterhin schnelle Genehmigungsverfahren, konkret benannte Ansprechpartner in der Verwaltung, verträglicheGebühren garantieren und Auftragsvergaben in die Region bevorzugen, soweit es die Vergaberegularien zulassen.
Daneben haben Landratsamt, Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Sparkassen die Betriebe in allen Belangen zu unterstützen, die notwendigen Wege aufzuzeigen und durch die Behörden und Genehmigungsverfahren zu lotsen.
Der Erfolg einer Wirtschaftsförderung kann nur schwer an harten Fakten gemessen werden – der Erfolg hat stets viele Väter und Mütter. Eine aktive und starke Wirtschaftsförderungfür unseren neuen Landkreis halte ich für absolut erforderlich.
Die Schweriner Volkszeitung ist ein aufmerksamer Berichterstatter über die wirtschaftliche Entwicklung. Hier einige Schlaglichter aus dem Landkreis Ludwigslust:
Wifög arbeit erfolgreich: Papa pendelt - Vereinbartkeit von Familie und Beruf verbessern
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft engagiert sich auch für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf insbesondere für Pendler und Pendlerinnen. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ludwigslust hat sich erfolgreich im Rahmen des Aktionsprogramms Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben beworben. Von 48 Projekten wurden 10 ausgewählt, darunter auch "Papa pendelt". Im Rahmen des Projektes sollen flexible und speziell auf die Bedürfnisse der Pendelnden ausgerichtete Kinderbetreuungsangebote entwickelt werden.
Mit beiden Themen – der Berufsorientierung und ebenso der Vereinbarkeit von Familie und Beruf – trägt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Ludwiglust wesentlich dazu bei, die Rahmenbedingungen für junge Menschen im Landkreis zu verbessern und wirkt der Abwanderung von jungen Menschen, insbesondere Frauen, entgegen. Weitere Informationen erhalten sie h i e r .
Eine gute Idee: Wirtschaftsbotschafter - erfolgreiche Unternehmer werben für Landkreis
Schon seit mehreren Jahren werden erfolgreiche und für die Region engagierte Unternehmer vom Landrat zum Wirtschaftsbotschafter für den Landkreis berufen. Hier zahlt sich die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Verwaltung Wirtschaft. Ein Unternehmer, der gute Rahmenbedingungen am Standort vorfindet, macht für diesen gerne Werbung.
Das Instrument „Wirtschaftsbotschafter“ wurde 2004 in gemeinsamer Kooperation der Wirtschaftsförderer der Region und dem Verein Regional-marketing Mecklenburg-Schwerin unter meinem Vorsitz entwickelt. Der Landkreis Ludwigslust war der einzige, der dieses Modell ab dem Jahr 2006 umgesetzt hat.
Wir freuen uns natürlich sehr, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern dieses Instrument als sehr innovativ und erfolgreich erkannt und übernommen hat. Wirtschaftsminister und Invest MV vergessen in letzter Zeit immer stärker den Ursprung und feiern dies als ihre Idee. Aber das sehe ich gelassen, wir haben natürlich ein Interesse daran, dass das Land erfolgreich Marketing betreibt.
Stimmen zur Entwicklung, insbesondere der wirtschaftlichen Entwicklung:
SVZ vom 15.04.2010: „Landkreis macht engagierte Politik"
Ministerpräsident Erwin Sellering: „Der Landkreis Ludwigslust zählt zu den wirtschaftlich stärksten im Land. Und hier wird auch im sozialen Bereich mehr getan als anderswo. Klar profitiert der Landkreis von seiner günstigen Lage. Aber hier wird auch eine sehr engagierte Kommunalpolitik gemacht. Die SPD hat mit Rolf Christiansen einen sehr erfahrenen Landrat. Wir stellen viele Bürgermeister. Ludwigslust ist eine unserer Hochburgen.“
Großer Preis der Wirtschaft für BAFA 14
Eine angenehme Überrasschung hielten die Unternehmer auf der Festveranstaltung zum 20-jähren Bestehen des Unternehmerverbandes Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin bereit. Gemeinsam mit Christian Rosenkranz und Wolfgang-Reiner Hildesheim wurde ich als Mitinitiator der BAFA 14 für das Engagement für den Bau der A 14 von Ludwigslust nach Magdeburg mit dem Großen Preis der Wirtschaft ausgezeichnet.
Bunte Verpackungen aus dem Mega-Park - Folienprint eröffnet
Zu der Ansiedlung der Firma Folien-Print im Mega-Park schreibt die SVZ am 03.05.2008:
Die neuen Freunde von Meck-Pom
„… Es gab eine neue Chance, und die hat der Landkreis Ludwigslust konsequent genutzt. Ein Erfolg, den sich der im Wahlkampf befindliche Landrat Rolf Christiansen zuschreiben kann. Denn nach einem Vorgespräch im SchwerinMinisterium waren der Landrat und sein Wirtschaftsförderer sofort in Witzhave. Und sie hielten was sie versprachen. „Meine Herren, wir wollen Sie.“ wurde zum Leitspruch. Und wieder vergingen von den ersten Gesprächen bis zur Baugenehmigung und jetzigen Eröffnung nur Monate. „So etwas“, erklärte der gut gelaunte Firmenchef Ralph Koopmann, „haben wir noch nicht erlebt. Mit der Zeit sind wir Freund von Meck-Pom geworden. …“
Der Landkreis Ludwigslust ist als Wirtschaftsstandort anerkannt. Schnelle Genehmigungsverfahren, für die der Landkreis zwischen-zeitlich über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, sind ein wichtiger Standortfaktor. Die Wirtschaft formuliert das so:
vgl. Schweriner Volkszeitung vom 24.06.2006:
„Doch die Förderung allein war es nicht, machte das Edeka-Management klar. Sowohl Ralf Brand als Sprecher der Edeka-Handelsgesellschaft Nord als auch Alfons Frenk, Edeka-Vorstandschef, machten klar, dass es die Perspektive des Standortes aber auch das schnelle Handeln der zuständigen Behörden war, die die Investition in Rekordzeit ermöglichten. …“
Auf dem Neujahrsempfang des Landkreises Ludwigslust 2007 hat der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern Dr. Harald Ringstorff die positive Entwicklung im Landkreis gewürdigt:
„Einen gewichtigen Anteil daran hat auch der Landkreis Ludwigslust. Die Region ist nicht nur fast so groß wie das Saarland und damit der größte Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern. Er ist auch einer der Turbomotoren, die die wirtschaftliche Entwicklung im ganzen Land beschleunigen. Der Landkreis zwischen Elbe und Elde gehört zu den wirtschaftsstärksten Regionen in Mecklenburg-Vorpommern. Von allen Kreisen steuert Ludwigslust vor Bad Doberan und Güstrow den höchsten Anteil am Bruttoinlandsprodukt im Land bei. In einer Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und des Instituts der deutschen Wirtschaft Consult GmbH wird der Landkreis nicht von ungefähr zu den „Leuchttürmen“ im Osten Deutschlands gerechnet.“ ...
"Unternehmen loben immer wieder das freundliche Investorenklima im Landkreis Ludwigslust. Das hängt auch mit der Verwaltungsmodernisierung zusammen, die hier mit großem Engagement betrieben wird. In der Kreisverwaltung gibt es bereits seit einiger Zeit moderne und flache Organisationsformen. Sie, Herr Landrat, und Ihr motiviertes Team haben auch den Prozess der Kreisgebietsreform von Anfang an pro-aktiv begleitet. Als Mitglied des Aufbaustabes für den neuen Kreis Westmecklenburg arbeitet der Landkreis Ludwigslust am Aufbau des neuen Kreises Westmecklenburg aktiv mit und bringt seine Erfahrungen aus dem Prozess der Verwaltungsmodernisierung vom "Landratsamt 2000" bis zur "Verwaltung 21" ein. Hervorgetan hat sich der Landkreis Ludwigslust auch beim Thema eGovernment. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern brauchen wir künftig eine IT-Infrastruktur, die Bürgern und Unternehmen Wege abnimmt und Kosten spart. Der Landkreis Ludwigslust verfügte bereits frühzeitig über ein fast vollständiges IT-Kreisnetz. Diese Erfahrungen helfen jetzt bei der Entwicklung der E-Government-Strategie des Landes. Das Projekt „Modellregion Westmecklenburg", das 2005 unter Mitwirkung der Landkreise Ludwigslust, Nordwestmecklenburg und Parchim, der Hansestadt Wismar, der Landeshauptstadt Schwerin und dem Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern gebildet wurde, gestaltet sich erfolgreich. Erste Ergebnisse liegen vor. Gegenwärtig werden weitere IT-Verfahren entwickelt."